Fachartikel Nr. 16, Fassung September 2011

Umgang mit Bestandshochhäusern

EINLEITUNG

Neben der Erstellung von Brandschutzkonzepten für Neubauten hat sich die Bewertung von bestehenden Gebäuden als wesentliche Aufgabe für hhpberlin entwickelt. Auf Wunsch des Bauherrn oder nach Anforderung der Genehmigungsbehörden sollen Bestandsbauten aus brandschutztechnischer Sicht geprüft werden. Die Praxis hat gezeigt, dass hierbei insbersondere Hochhäuser in das Blickfeld der Besitzer oder der Baubehörden gerückt sind. Einerseits liegt das begründet in dem erhöhten Schutzbedürfnis der zu erwartenden Personenzahlen, andererseits in der hohen Attraktivität der Hochhäuser. Speziell die Frankfurter Niederlassung von hhpberlin beurteilt seit langem eine Vielzahl von Bestandshochhäusern im Rhein-Main-Gebiet. Unter Berücksichtigung der sicherheitsrelevanten und wirtschaftlichen Aspekte fand man Lösungen, die sowohl Flexibilität als auch Schutzbedürfnisse vereinen. Notwendig ist dafür ein entsprechendes brandschutztechnisches Verständnis für die Schutzziele, die in den materiellen Forderungen der Hochhausrichtlinie hinterlegt sind. 

Die Attraktivität von Bürohochhäusern ist ungebrochen. Abhängig von der Lage, dem architektonischen Alleinstellungsmerkmal und der Flexibilität der Nutzung wird die Anziehungskraft eines Hochhauses bestimmt. Mit der 2008er Muster-Hochhausrichtlinie wurden wesentliche Elemente für eine flexible Gestaltung von Büroeinheiten aus der Muster-Bauordnung auf diesen Sonderbautyp übertragen. Dabei können Büroeinheiten mit weniger als 400 Quadratmeter Fläche ohne notwendige Flure hergestellt werden. Des Weiteren sind in notwendigen Fluren Empfangsbereiche zulässig, wenn definierte Bedingungen eingehalten werden. Die brandschutztechnische Bewertung kann somit immensen Einfluss auf den Faktor "Flexibilität der Nutzung" nehmen.

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