Diplomarbeit, Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Susanne Kathe, Berlin Januar 2009

Performance Measurement in einem mittel-ständischen Dienstleistungsunternehmen

- Auszug aus Diplomarbeit -

In der heutigen Zeit kann es sich kein Unternehmen erlauben, ohne strategische Planungen seinem Geschäft nachzugehen. Ein permanenter Konkurrenzdruck, die Dynamik der Märkte und die damit gestiegenen Anforderungen an entscheidungsrelevante Informationen wirken auf die Unternehmensleitung und die Führungskräfte.Egal ob es sich um ein Großunternehmen oder um ein sich im Wachstum befindendes kleines mittelständisches Unternehmen (KMU)2 handelt, wachsende Unternehmensstrukturen erhöhen die Komplexität der Unternehmensprozesse sowie den Umfang der Unternehmensdaten. Es wird für Entscheidungsträger immer schwieriger, entscheidungsrelevante Informationen für ihren ganz speziellen Informationsbedarf aus einer Fülle von Informationen zu filtern. Problematisch wird es, wenn auf Basis dieser unsicheren Informationen zukunftsträchtige Entscheidungen für das Unternehmen getroffen werden sollen. Des Weiteren wächst der Druck auf die Unternehmen durch die Einflüsse aus dem dynamischen Unternehmensumfeld - und das branchenunabhängig. Die Märkte verändern sich, die Wettbewerberanzahl steigt stetig, die Kundenerwartungen werden immer individueller und ändern sich in immer kürzeren Zyklen. Nicht zu vergessen sind die auf das Unternehmen einwirkenden internen wie externen Interessengruppen (Stakeholder)3, die in unterschiedlichem Maße nach mehr Einfluss im Unternehmensgeschehen und Entscheidungsmacht streben.

Alle diese Herausforderungen verlangen nach Informations- und Steuerungssystemen, die einerseits betriebliche Entscheidungen erleichtern, aber vor allem auch die Unternehmensleistung und die vorhandenen Leistungspotenziale messbar und steuerbar machen. Genau diesen Problemen steht auch das KMU hhpberlin Ingenieurgesellschaft für Brandschutz GmbH gegenüber.


1 Vgl. Vollmuth (2008), S. 231

2 Gemäß der EU Richtlinie 3.4.1996 96/280/EG sind - Kleine Unternehmen: Unternehmen mit maximal 50 Beschäftigten und einem Umsatz von maximal 7 Mio. Euro oder einer Bilanzsumme von maximal 5 Mio. Euro und weniger als 25 Prozent des Kapitals in der Hand von Nicht-KMU Unternehmen. - Mittlere Unternehmen: Unternehmen mit maximal 250 Beschäftigten und einem Umsatz von maximal 40 Mio. Euro oder einer Bilanzsumme von maximal 27 Mio. Euro und weniger als 25 Prozent des Kapitals in der Hand von Nicht-KMU Unternehmen.

3 Unter dem Begriff Stakeholder wird die Gesamtheit der Gruppen verstanden, die Interesse an einem Unternehmen bekunden und für ihre Beiträge an das Unternehmen bestimmte Gegenleistungen geltend machen. Zu diesen Interessengruppen zählen beispielsweise Kunden, Lieferanten, Gläubiger, Eigentümer und Mitarbeiter. Vgl. Ziegenbein (2007), S. 21f.

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